100 Jahre Musikkapelle Peter Sigmair Olang 1908-2008

"s'Mailüftl" ... der Frühling wird eingeblasen

1964 vor dem Hotel Olaga
1972 in Geiselsberg
2004
2005
2005
2007
im Jubiläumsjahr 2008 mit der ganzen Kapelle

 

Die Tradition des „Mailüftl-Blasens“ in Olang geht bereits auf die Anfänge der Kapelle zurück. Schon im ersten Jahr der seit 1924 durchgängig geführten Chronik wird erwähnt, dass anlässlich des 1. Mai diesmal kein Umzug stattgefunden hat, aber ein Bläserquartett das Lied vom „Mailüftl“ vom Ober– und Mitterolanger Kirchturm aus geblasen hat.

 

In anderen Jahren marschiert die Kapelle mit klingendem Spiel von Ober- nach Mitterolang oder auch in umgekehrter Richtung und kehrt auch in manchem Gasthaus ein.

 

In der Zeit des Faschismus ist das „Mailüftl“ nicht zu hören: So wird es z. B. nur im Jahr 1933 von einigen Musikanten vom Sennereigebäude aus vorgetragen. Erst 1948 lässt ein Bläserquartett schon um 4 Uhr früh vom Mitterolanger Turm aus die Weise wieder erschallen und die Tradition des „Mailüftl-Blasens“ wird fortgesetzt.

 

In den 70er und 80er Jahren erschallen die Klänge vom Mitterolanger Kirchturm herunter, 1972 schließt man auch noch einen musikalischen Spaziergang durch die Geiselsberger Fluren an.

 

In den Jubiläumsjahren marschiert zumeist die ganze Kapelle mit klingendem Spiel durchs Dorf, während in anderen Jahren die Tradition des „Mailüftl-Blasens“ von der Bläsergruppe fortgeführt wird.

 

Beim „Mailüftl“ handelt es sich um ein altes deutsches Volkslied, der Text stammt von Anton von Klesheim, vor 1846; die Melodie von Joseph Kreipl, 1853.

 

Wenn‘s Mailüfterl weht:

 

Wenn´s Mailüfterl weht

z´geht im Wald drauss der Schnee

da heb´n die blau´n Veigerln

die Köpferln in d´Höh

und d´Vöglern, die g´schlaf´n

ham durchs Winterszeit

die wer´n wieder munter 

die wer´n wieder munter

und singen voll Freud.

 

Und blühn amol d'Rosen

is s'Herz nimmer trüb,

denn d'Rosenzeit ist auch

die Zeit für die Lieb';

nur d'Rosen, die blühen

schon frisch alle Jahr,

aber d'Lieb nur amol

aber d'Lieb nur amol

und nacha is gar

 

Jed's Jahr kommt der Frühling

is d'Winter vorbei,

der Mensch aber hat nur

an anzigen Mai

die Schwalberln flieg'n fort

doch sie ziehn wieder her;

nur der Mensch, wenn er fortzieht

nur der Mensch, wenn er fortzieht

der kommt nimmermehr