100 Jahre Musikkapelle Peter Sigmair Olang 1908-2008

Die Böhmische der Musikkapelle Peter Sigmair

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Die "Böhmische" ist stets zur Stelle, wenn für Unterhaltung gesorgt werden soll. Bereits in den frühesten Jahren berichtet die Chronik der Musikkapelle Peter Sigmair von einer "Tanzmusik", zu deren Leiter Franz Wieland sen. bestimmt worden ist. Diese spielt zu Bällen, Bunten Abenden und anderen Gelegenheiten auf, dabei wird nicht selten die ganze Nacht hindurch musiziert und gefeiert.

1949

Im Lauf der Jahre hat sich die Besetzung vergrößert und die Bezeichnung "Böhmische" eingebürgert. Diese etwas eigentümlich anmutende Bezeichnung ist einzig und allein in Südtirol (vereinzelt auch in Nordtirol) gebräuchlich und geht man bei der Frage nach dem Begriff "Böhmische" ein klein wenig ins Detail, so tauchen auch bei Fachleuten bestimmte Unsicherheiten in der Definition auf. Allgemein nimmt man an, dass der Ausdruck "Böhmische" wohl von jenen böhmischen Musikanten herrührt, welche im 18. Jahrhundert in Südtirol von Ort zu Ort zogen, um bei Kirchtagen, Hochzeiten oder ähnlichen Gelegenheiten aufzuspielen.

1957

Und damit wäre auch der Tätigkeitsbereicht der Olanger "Böhmischen" recht gut beschrieben: typische Auftritte sind Unterhaltungsabende, Almfeste, Gratulationen und Hochzeitsständchen, wobei neben der kirchlichen Feier nicht selten auch für die Unterhaltung am Abend gesorgt wurde.

1970er

Seit den 80er Jahren ist die Anzahl der Auftritte der "Böhmischen" etwas rückläufig, da verschiedene Verpflichtungen (vor allem Messgestaltungen und Gratulationen) von Bläsergruppen und Ensembles übernommen worden sind.

1990

Das mit dem 100-Jahr-Jubiläum verbundene Ausscheiden einer Reihe von Mitgliedern der letzthin kaum noch aktiven Gruppe, hat zu einem Wechsel in der Führung der "Böhmischen" geführt. Die unter der Leitung von Christian Egger neu formierte Gruppe möchte nun wieder frischen Schwung in die langjährige Tradition der "Böhmischen" bringen und hat sich außerdem das Ziel gesetzt, das bisher gespielte Repertoire (vorwiegend im "Inntaler Stil") zu erweitern und neben böhmisch/mährischer Musik auch manch für Tiroler "exotisches" Stück einzubauen.

2008

Die ersten beiden Auftritte sind nach kurzer Probenphase im Sommer 2009 erfolgreich absolviert worden und in einigen weiteren Proben wurde bereits ein Teil des mehr als 50 Stücke umfassenden neuen Repertoires einstudiert, womit nun neben einigen "Ohrwürmern" aus dem traditionellen Inntaler-Repertoire vorwiegend böhmisch/mährische Musik, aber auch Oberkrainermusik, etwa von den Alpenoberkrainern, gespielt wird.

 

Um keine Langweile aufkommen zu lassen, befinden sich in der neuen Notenmappe zudem ausgewählte Stücke anderer Musikgattungen, so etwa ein Bolero für 2 Trompeten, eine romantische Serenade oder die Aurelia-Serenade aus dem Repertoire der Schwarzwaldmusikanten. Aber auch Stücke mit der Aufschrift "Disco/Fox" oder "Mambo" finden sich etwas weiter hinten - und werden nach der einen oder anderen Probe sicherlich bei passender Gelegenheit zur Aufführung kommen.

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Berichte von bisherigen Auftritten finden Sie unter Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAKTUELLES